Sauerstoff entscheidet darüber, ob ein Kühlschmierstoff stabil bleibt oder kippt – und zwar durchgehend, nicht nur stundenweise.
Was in Belüftungspausen im KSS-Tank passiert – und worauf es bei einer wirksamen Belüftung ankommt.
Was bei Sauerstoffmangel im Tank passiert
Sobald die Belüftung für längere Zeit aussetzt, sinkt der gelöste Sauerstoffgehalt im KSS-Tank rapide ab. Entstehen dabei anaerobe oder mikroaerophile Zonen, finden sulfatreduzierende Bakterien ideale Lebensbedingungen – mit spürbaren Folgen: Schwefelwasserstoffbildung (fauler Geruch), Biofilmwachstum an Behälterwänden und Rohrleitungen sowie eine beschleunigte Zersetzung der Emulsion.
pH-Wert und Redoxpotential aus dem Gleichgewicht
Durchgehende Belüftung sorgt für ein stabiles, positives Redoxpotential und treibt überschüssiges Kohlendioxid kontrolliert aus – das hält den pH-Wert im alkalischen Bereich stabil. Fehlt diese Kontinuität, können saure Stoffwechselprodukte von Mikroorganismen den pH-Wert lokal unbemerkt absinken lassen. Sinkt er unter kritische Grenzen, bricht die Emulsion irreversibel auf.
Sedimentation und Schlammbildung
Feine Mikrobläschen tragen Feinstspäne, Abrieb und aufrahmende Fremdöle kontinuierlich an die Oberfläche, wo sie leichter abgeschöpft oder ausgetragen werden können. Bleibt diese Bewegung längere Zeit aus, sedimentieren Schwebeteilchen auf dem Behälterboden und bilden kompakte, sauerstofffreie Schlammschichten – ein Nährboden für Keime, der zudem Pumpen und Filterelemente zusetzt.
Was eine wirksame Belüftung leisten muss
Aus diesen drei Mechanismen lassen sich klare Anforderungen ableiten:
- Ein durchgehend positives Redoxpotential halten, statt es in Pausen absinken zu lassen
- Auf die tatsächliche Last reagieren – vom Schruppbetrieb bis zum Wochenendstillstand
- Feinstspäne und Fremdöle laufend an die Oberfläche tragen, statt sie absetzen zu lassen
Wie der Airlift-Reaktor von emulvent diese Anforderungen erfüllt
Der Airlift-Reaktor von emulvent setzt genau hier an: kontinuierliche Belüftung und Umwälzung des Kühlschmierstoffs, 24/7/365, über eine separate Pumpe ohne 24V-Steckernetzteil. Es entstehen keine Stillstandsphasen, in denen sich anaerobe Zonen bilden könnten – das Redoxpotential bleibt durchgehend stabil, Feinstspäne und Fremdöle werden laufend ausgetragen. Weniger Verschleißteile bedeuten zudem weniger Wartungsaufwand über die Laufzeit.
Auch ein Thema für den Arbeitsschutz
Fauliger Geruch und Keimbelastung in der Halle sind nicht nur unangenehm – sie können bei Hautkontakt zu Irritationen führen und berühren die Anforderungen der TRGS 611 an den sicheren Umgang mit wassergemischten Kühlschmierstoffen. Eine stabile, durchgehend belüftete Emulsion ist damit auch ein Beitrag zu einem gesunden Arbeitsumfeld.
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